Meine Freunde nennen mich Leni und ich bin (noch) 32 Jahre alt. Da ich in den letzten 2 Jahren insgesamt rund 9 kg auf mein Normalgewicht draufgepackt habe, war mein Vorsatz zu Beginn diesen Jahres: Diese 9kg müssen bis zum Sommer wieder runter, komme was da wolle. Da ich schon sehr häufig von der Kohlsuppendiät und ihren schnellen Erfolgen in kürzester Zeit gehört habe, beschloss ich diese an den Anfang meiner Ernährungsumstellung zu setzen. Denn die Kohlsuppe verspricht: 5 kg weniger in nur 7 Tagen! "Schauen wir mal, was dran ist" waren meine Gedanken, als ich mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt gewandert bin, um die essenziellen Zutaten für diese magische Suppe zu kaufen. In das mir bekannte Rezept kommen Weißkohl, Dosentomaten, Karotten, Zwiebeln, Paprikaschoten, Sellerie, Petersilie und Gewürze (so wenig Salz wie möglich, denn das lässt den Körper Wasser speichern! Also am besten ganz weglassen). Die Rezepte hierzu variieren, im Grunde ist aber überall dasselbe enthalten: Eine Menge Wasser mit Gemüse. Da man sich an einen bestimmten Ablauf halten muss, habe ich diesen in meinen Kalender in der Küche eingetragen. Grundsätzlich darf man von der Suppe so viel und oft essen, wie man möchte (je mehr, desto besser), von anderen Lebensmitteln wie Obst, Kartoffeln und Co jedoch nur kleinste Mengen und das auch nur an bestimmten Tagen.
Am ersten Tag - noch hoch motiviert - schmeckte die Suppe großartig. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie mir irgendwann nicht mehr schmecken könnte. Das erlaubte Obst (alles außer Bananen, Honigmelonen, Pflaumen oder Kirschen) habe ich daher leichtsinnigerweise einfach weggelassen.
Auch am zweiten Tag schmeckte die Suppe noch ziemlich gut, wenngleich ich auch nicht mehr ganz so viel davon gegessen habe, wie am ersten Tag. Die Kartoffel, die ich am Abend essen durfte, war eine schöne Abwechslung. Am dritten Tag habe ich morgens dann doch einen leichten Widerwillen gegen die Suppe gespürt. Schlecht war sie nicht, aber doch sehr eintönig. Wie gut, dass ich abends wieder eine Kartoffel essen durfte...
Vierter und fünfter Tag waren wirklich mein persönlicher Tiefpunkt. Hier waren zwar wieder mehr Lebensmittel erlaubt (Banane, Magermilch oder fettarmer Joghurt, Hühnerbrust oder Fisch, sowie 6 Tomaten), aber die Kohlsuppe hing mir wirklich zum Hals raus.
Sechster und siebter Tag waren streng unter dem Motto: Augen zu und rein damit. Immer vor Augen, dass viel Suppe die Kilos purzeln lässt, habe ich sie tapfer gegessen. Das erlaubte Steak mit Gemüse, Obstsaft oder Vollkornreis konnte ein bisschen Abwechslung bieten. Was war ich froh, als ich nach 7 Tagen die Reste der Suppe entsorgen konnte. Auch wenn sie grundsätzlich sehr lecker war, erst mal hatte ich genug davon. Dafür konnte sich der Erfolg auf der Waage sehen lassen: 4 kg weniger, als noch 7 Tage davor. Da man realistischerweise sagen muss, dass dies zu 90% Verlust von Wasser ist, sollte man die Kohlsuppendiät als Einstieg für eine dauerhafte Nahrungsumstellung nutzen. Es ist unglaublich motivierend, wenn man gleich am Anfang gute Erfolge erzielt.
Umso leichter fällt es einem dann, eine konsequente Umstellung durchzuziehen. So wie in meinem Fall: Ich habe inzwischen ganze 10 kg abgenommen und fühle mich pudelwohl!