Mein Name ist Luisa, ich bin 21 Jahre alt und habe eigentlich keine Probleme mit meinem Gewicht. Doch musste ich letztes Jahr feststellen, dass mein Körper auf die ständige Erfüllung meiner Essensgelüste doch recht schnell mit eine deutlichen Gewichtszunahme reagiert. Besonders aufgrund des Umstands, dass ich in dieser Zeit von zu Hause ausgezogen bin und mich dementsprechend selbst versorgen musste, griff ich regelmäßig auf Fertiggerichte wie Tiefkühlpizza oder Fast-Food zurück, um Zeit zu sparen und meine bescheidenen Kochkünste nicht zu strapazieren.
Doch das rächte sich bald: Nach drei Monaten hatte ich bereits über 5 Kilo zugelegt. Da in der Sommerzeit ein Strandurlaub nahte, wollte ich schnell wieder zu meiner Bikini-Figur zurück, also stöberte ich im Internet nach einer guten Diät, die schleunigst wirkt, bis ich schließlich auf die Kohlsuppendiät stieß.
Die strengen Regeln der Diät haben mich zuerst abgeschreckt, da sie viel Disziplin und den Verzicht auf jegliche Sünden wie Schokolade mit sich bringt. Doch das versprochene Ergebnis war einfach zu verlockend: bis zu 7 Kilo in einer Woche. Also begann ich, mich an den vorgegebenen Essensplan zu halten: Neben der Suppe an sich, deren Rezept man schnell online findet und die eigentlich nur aus Weißkohl und ein paar anderen Gemüsesorten besteht, durfte ich an den unterschiedlichen Tagen nur bestimmte Lebensmittel zu mir nehmen. Einmal war es die Suppe und Obst, dann die Suppe und rohes Gemüse, ebenso ein Suppen-Bananen-Tag und endlich auch ein Tag, an dem ich Fleisch essen durfte.
Das Gute daran war: je mehr Suppe ich essen würde, so war ich informiert, desto mehr Kalorien verbrannte mein Körper. Das heißt, dass ich bei jedem Hungergefühl auf die vorgekochte Suppe zurückgreifen konnte, ich musste also nie hungern.
Alles in allem war die Woche der Diät erträglicher als erwartet. Die Suppe schmeckt sogar recht gut - auch wenn die Freude darauf nach dem dritten Tag deutlich abnimmt. Ich muss zugeben, auch einige Male gesündigt zu haben: So ganze ohne eine Scheibe Brot oder ein Stückchen Schokolade habe ich es nicht ausgehalten. Trotzdem hielt ich mich weitestgehend an den vorgeschriebenen Essensplan, da der begrenzte Zeitraum von einer Woche wirklich machbar und das Ende dabei ständig in Sicht ist. Vorteilhaft ist natürlich auch - gerade für mich als Studentin - die große finanzielle Einsparung, wenn man jeden Tag nur Suppe und ein paar kleine Extras isst und deshalb nicht einkaufen muss! Ich muss sicher nicht erwähnen, dass gewisse gasförmige Nebenprodukte bei der Weißkohlverdauung unvermeidbar sind und die Mitmenschen - gerade wenn man sich einen Haushalt teilt - sehr freuen...
Trotz meiner gelegentlichen Handgriffe nach Schokolade & co. wurde ich nach einer Woche Kohlsuppendiät mit einem Gewichtsverlust von 5 kg belohnt.
Ich war nicht traurig, dass die Fastenzeit vorüber war, schließlich verkneift man sich doch so einiges während der Diät. Und - wie es bei ziemlich jeder Diät der Fall ist - hat man das verlorene Gewicht schnell wieder auf den Rippen, wenn man wieder in seine alten Ernährungsmuster fällt. Glücklicherweise habe ich nach der Diät auch meine Ernährung von Fertiggerichten weg hin zu etwas gesünderen Lebensmitteln umgestellt. Dank der Kohlsuppendiät konnte ich so mit 5 kg weniger und meiner alten Bikinifigur in den Urlaub fahren! Die Kohlsuppendiät ist also definitiv für Menschen geeignet, die an sich gesund sind (ist doch eine körperliche Belastung) und schnell abnehmen wollen. Gelegentlich mache ich auch jetzt noch einzelne "Kohlsuppentage", an denen ich einen Tag lang nur die Suppe esse und mich danach deutlich entschlackter und energiegeladener fühle. Deshalb würde ich sie definitiv weiter empfehlen - aber nur mit Vorsicht: auf Dauer ist eine so einseitige Ernährung natürlich ungesund und wer sich nach der Diät wieder unbedacht an den Kühlschrank macht, hat schnell den JoJo-Effekt im Haus!