Kohlsuppendiät waren die magischen Worte

Eintönig, aber erfolgreich: Meine Kohlsuppendiät-Erfahrung

Ich heiße Sabrina, bin 45 Jahre alt und bei einer Größe von 1,73 m und einem Gewicht von 67 Kilo eigentlich nicht zu dick. Gäbe es nicht einige Kleidungsstücke, die nicht mehr ganz so locker saßen, hätte ich zufrieden sein können. Ich war es nicht, Fazit: Eine Diät musste her!

Kohlsuppendiät waren die magischen Worte, schon viel davon gehört, noch nie versucht, jetzt wollte ich es wissen. Der Sommer stand vor der Tür und so drei bis fünf Kilos weniger, wären mir schon angenehm. Egal, wie ich mich in meinem Strandbikini vor dem Spiegel auch drehte und wendete, die Top Bikinifigur war es nicht, die ich dort sah. Also, nichts wie ran.

Erfahrungsbericht mit der Kohlsuppendiät
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Wer hat noch nicht von der magischen Kohlsuppe gehört?

Erste Informationen aus dem Internet waren nicht nur ermutigend. Trotz der Gegenstimmen, für mich hörte sich die magische Suppe, im Vergleich zu anderen Diäten, sehr verlockend an. Da ich soviel davon essen durfte, wie ich wollte, war ich mir sicher die Fastenwoche ohne Schwierigkeiten und ohne Hungern durchzustehen. Sieben Tage sollten es werden. Ich kaufte alles Notwendige ein und schon ging es los, natürlich nicht ohne ein kleines Sportprogramm, zur Unterstützung und Beschleunigung der Gewichtsabnahme.

Mit regelrechter Freude ging ich an den Start, der erste Tag fiel mir sehr leicht. Obst zum Frühstück, das mag ich sowieso und mein leckeres Süppchen, schmeckte mir mittags und abends vorzüglich. Ähnlich war es am zweiten Tag, da wurde die abendliche Backofenkartoffel allerdings schon zum Highlight des Tages. Am dritten Tag wechselte die Stimmung, abgesehen von der einzigen Aufheiterung, dass die Waage morgens schon 1,5 Kilo weniger anzeigte. Das Obst aß ich noch mit Genuss, als es aber an die Suppe ging, wollte der Appetit nicht mehr so recht aufkommen. Trotzdem war ich tapfer, schließlich hatte meine Waage mich ja belohnt.

Ab dem vierten Tag ging es mit meiner Laune stetig bergab, da halfen auch keine Bananen oder Rindfleisch. In meinem Kopf schwirrten Brötchen und Croissants, Pizza und Nudeln, ach, überhaupt, alles was lecker, kalorienreich und verboten war, wollte ich essen, bloß keine Kohlsuppendiät mehr. Ich hielt durch, die ganzen sieben Tage, immer mit dem tröstlichen Gedanken, dass die Zeit schnell vorbeigeht, ich an Gewicht abnehme und rank und schlank in den Urlaub fahren werde.

Zum Ende der Diät hatte ich tatsächlich drei Kilo verloren, sie funktioniert also, wenn man sich an die Regeln hält. Sie ist kostengünstig, einfach und man hungert nicht. Allerdings machten mir meine unaufhaltsamen Gelüste, nach Kohlehydraten, schwer zu schaffen.

Die Kohlsuppendiät kann ich jedem empfehlen, der in kurzer Zeit schnell abnehmen möchte. Wegen der Einseitigkeit, des fehlenden Eiweißes und des Verbots von Kohlehydraten halte ich sie, für eine langfristige Diät, nicht geeignet.

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