Dieser historische Bericht wurde unter dem Namen Luna veröffentlicht. Die ursprünglichen Angaben zu Alter und einer ernährungsberaterischen Qualifikation wurden nicht unabhängig überprüft. Als mich mein Freund damals fragte, ob ich Lust hätte, eine Kohlsuppendiät mit ihm zu machen, reagierte ich zunächst skeptisch, da ich generell nicht wirklich viel von Diäten halte.
Ich würde die Kohlsuppendiät auch weniger als Diät, als vielmehr als „Kur“ kennzeichnen, positive gesundheitliche Folgen sind durch diesen persönlichen Bericht jedoch nicht belegt.

Meine letzten Zweifel bestanden vielmehr darin, dass ich, die Genießerin schlechthin, 3 Wochen nur von einer Suppe leben könnte. Schließlich kommt bei jeder Art von Kur oder Diät eine Vielzahl von Emotionen mit ins Spiel, mit denen man dann umzugehen hat. Da schon allein mein Beruf mich mehr oder weniger dazu gedrängt hat, diese Erfahrung einmal auszuprobieren, willigte ich schließlich ein, zumal mich die Aussicht auf eine bessere Figur und bessere Gesundheit – welche Frau würde das nicht locken – schon sehr motivierte. 9 Tage Kohlsuppendiät – abgeändert auf unsere Regeln. In diese Regeln legte ich all mein erworbenes Wissen bezüglich Ernährung und Gesundheit hinein. Es waren 5 ganz simple Regeln.
Regel Nummer 1 hieß: Unsere Hauptmahlzeiten bestanden aus der Kohlsuppe, und zwar in verschiedenen Ausführungen – jeden Tag ein anderes Gemüse, eine andere Gewürzmischung!
Regel Nummer 2 hieß: Kompletter Verzicht auf Zucker – dazu zählt alles, was sich auch erst später im Körper zu Zucker umwandelt wie zum Beispiel Auszugsmehle oder andere nicht vollwertige Kohlenhydrate!
Regel Nummer 3 hieß: Viel trinken und zusätzlich Bitterstoffe zu sich nehmen! Eine besondere Ausscheidung von Giften oder sogenannten Schlacken durch hohe Trinkmengen oder Bitterstoffe ist damit nicht nachgewiesen.
Regel Nummer 4 hieß: Nimm genügend pflanzliches! Eiweiß zu Dir! Wir wollen ja schließlich Bauchfett und keine Muskeln verlieren! Daher ist eine genügende Eiweißzufuhr Pflicht, die langfristige Gewichtsentwicklung hängt jedoch nicht allein von der Eiweißzufuhr ab. Wir nahmen eine natürliche Eiweiß-Vitaminpulvermischung ein, welche auf Pflanzen basierte. Sie hatte einen Fruchtkaramellgeschmack und war ohne Konservierungs – und Zusatzstoffe, also voll nach unserem Geschmack!
Regel Nummer 5 hieß: Genügend Bewegung an der frischen Luft. So zügelt man den Appetit und kommt auf andere Gedanken! Eine besondere Entgiftung über die Haut ist dadurch nicht belegt.
Nach einer Woche Vorbereitungszeit ging es also los! Erlaubt war Gemüse in jeglichen Formen und Varianten und vegane Fleischersatzprodukte. Sollte uns der Heißhunger packen, haben wir einfach einen kleinen Shake mit Proteinpulver aus Pflanzenmilch erstellt! Die ersten beiden Tage waren für mich die Schlimmsten! Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier! Ich hatte eigentlich kein Hungergefühl, eher Appetit!
Und das größte Problem war: Mein Kopf! „Du darfst heute nichts mehr essen, du darfst nur Suppe essen“ flüsterte die ganze Zeit eine Stimme in meinem Kopf!
Doch bereits nach 3 Tagen wurde diese ruhiger. Nach 4 Tagen konnte ich bereits erste Erfolge in der Bauchgegend bemerken und ich fühlte mich Zunehmend leichter im Darmbereich! Dieses Gefühl sollte andauern, und es wurde jeden Tag stärker, während die nervige Stimme immer leiser zu werden schien. Nach einer Woche Diät hatte ich natürlich auch mal wieder Lust etwas Festes zwischen den Gaumen zu bekommen, allerdings haben mich die schon deutlich sichtbaren Erfolgsergebnisse der Diät dazu motiviert, auch die letzten beiden Tage noch durchzuhalten! Am 9.Tag konnte ich es kaum glauben, dass ich es wirklich durchgestanden hatte und wurde von einer Welle der Glücksgefühle durchströmt!
Wir begannen nach der Diät mit 1 Woche Aufbaukost, was hieß, weiterhin komplett auf tierische Sachen und Zucker/Weißmehl zu verzichten.
Auch nach einem Monat mit relativ normaler Kost konnte ich keinen Jojo – Effekt erkennen, ich hatte meine Figur gehalten! Das einzige, was ich im Vergleich zu meiner Diät umgestellt hatte, war, dass ich so wenig wie möglich tierische Produkte aß. Kein Fleisch und Milchprodukte und Eier nur in gewissen Mengen. Ich war auf den Geschmack der Pflanzenmilch gekommen, auch wenn ich Veganer früher immer als fanatisch abgetan hatte! Und scheinbar schien mir genau diese Tatsache zu helfen, mein Gewicht zu halten. Zusätzlich hatte ich nach der Diät wieder viel mehr Lust, mich an der frischen Luft zu bewegen, was meiner Figur natürlich auch sehr zu Gute kam! Die Regeln dieses historischen Berichts sind keine individuell geeignete medizinische oder ernährungstherapeutische Empfehlung. Es ist eine Erfahrung für’s Leben!



