Beim Kauf zählt, wie viel Salz in der Brühe steckt, die Sie tatsächlich zubereiten und trinken. Vergleichen Sie die Nährwertangabe für die zubereitete Brühe, falls sie angegeben ist. Bei Pulver und Würfeln prüfen Sie auch, wie viel Produkt laut Packung für eine bestimmte Wassermenge vorgesehen ist.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Erwachsene einen Orientierungswert von bis zu 6 Gramm Speisesalz pro Tag. Er gilt für die gesamte Ernährung. So können Sie den Salzgehalt einer Tasse Brühe mit dem Tageswert vergleichen. Der Orientierungswert ist aber kein eigenes Tageslimit für Brühe.
Nährwerte richtig vergleichen
Achten Sie zuerst darauf, worauf sich die Salzangabe bezieht. Sie kann für das trockene Pulver oder den Würfel gelten, aber auch für die nach Packungsanleitung zubereitete Brühe. Angaben für 100 Gramm Trockenprodukt lassen sich nicht direkt mit Angaben für 100 Milliliter fertige Brühe vergleichen. Auch zwei Werte für zubereitete Brühe lassen sich nur gut vergleichen, wenn für beide ähnlich viel Pulver oder Würfel pro Wassermenge verwendet wird.
Steht der Salzgehalt nur für das trockene Produkt auf der Packung, hilft die Zubereitungsanleitung bei der Einordnung. Entscheidend ist, wie viel Pulver oder Würfel Sie tatsächlich für die verwendete Wassermenge nehmen. Eine größere Dosierung erhöht den Salzgehalt der fertigen Brühe.
Rechnen Sie den Wert bei Bedarf auf Ihre Portion um. Gibt ein Etikett für die zubereitete Brühe 0,30 Gramm Salz pro 100 Milliliter an, enthält eine Tasse mit 250 Millilitern rechnerisch 0,75 Gramm Salz. Das entspricht einem Achtel des DGE-Orientierungswerts von 6 Gramm am Tag. Bei einer anderen Portionsgröße oder Zubereitung ändert sich die Menge entsprechend.
Auf Nährwerttabellen in der EU steht üblicherweise „Salz“. Falls ein Produkt stattdessen Natrium angibt, rechnen Sie für eine grobe Umrechnung: Salz entspricht ungefähr Natrium mal 2,5. So entsprechen 0,12 Gramm Natrium etwa 0,30 Gramm Salz.

Salzarm und salzreduziert
Die Angabe „salzarm“ hat in der EU eine festgelegte Bedeutung: Ein Lebensmittel darf sie tragen, wenn es höchstens 0,3 Gramm Salz pro 100 Gramm oder 100 Milliliter enthält.
„Salzreduziert“ beschreibt dagegen einen Vergleich mit einem ähnlichen Produkt. Der Salzgehalt muss dafür mindestens 25 Prozent niedriger sein. Die Angabe sagt allein nicht, wie viel Salz das Produkt insgesamt enthält. Vergleichen Sie deshalb auch hier die konkrete Zahl auf der Packung und die Menge, die Sie zubereiten.
Bezeichnungen wie „Bio“, „pflanzlich“ oder „ohne Zuckerzusatz“ sagen allein nichts über den Salzgehalt aus. Die Zutatenliste nennt die Zutaten; den Salzgehalt weist die Nährwertangabe aus. Für den Salzvergleich ist die Nährwertangabe die direkteste Orientierung.
Salz im Tageszusammenhang
Die DGE empfiehlt Erwachsenen, höchstens 6 Gramm Speisesalz am Tag aufzunehmen. Das ist ein Orientierungswert für alle Lebensmittel und Getränke zusammen. Nach Angaben der DGE stammt ein großer Teil des Salzes aus verarbeiteten Lebensmitteln und außer Haus zubereiteten Speisen. Besonders viel Salz stammt in Deutschland aus Brot und Fleisch. Wurst und Käse tragen ebenfalls stark dazu bei.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) weist darauf hin, dass eine salzärmere Ernährung den Blutdruck senken kann. Es empfiehlt, bei verpackten Lebensmitteln den Salzgehalt zu vergleichen. Kräuter und Gewürze bringen zusätzlich Geschmack ins Essen und erweitern die Möglichkeiten beim Würzen neben Brühe und Salz.
Geschmack ohne viel Brühe
Wenn eine salzärmere Brühe weniger kräftig schmeckt, können Kräuter, Gewürze und Gemüse den Geschmack ergänzen. Zwiebeln, Sellerie oder Karotten geben Suppen und Eintöpfen Aroma. Würzen Sie zunächst zurückhaltend mit Brühe und schmecken Sie am Ende ab, bevor Sie zusätzlich Salz verwenden.
Bei Gerichten mit bereits salzigen Zutaten wie Käse oder Würstchen rechnen Sie deren Salz ebenfalls mit ein. So vermeiden Sie, dass Brühe und weitere Zutaten zusammen mehr Salz liefern als erwartet.



