Ein halber Kohlkopf, gegarte Blätter oder ein Stück Blumenkohlstrunk reichen oft für eine weitere Mahlzeit. Roher Kohl passt in Salat, gegarte Reste in Suppe, Eintopf oder Pfanne. Welche Teile sich eignen, hängt von der Kohlsorte ab.

Lagere rohe und gekochte Reste unterschiedlich: Decke angeschnittenen Kohl ab und lege ihn ins Gemüsefach. Lass gegarte Speisen zügig abkühlen und bewahre sie im Kühlschrank auf.

Rohe Kohlreste zubereiten

Weißkohl, Rotkohl und Spitzkohl lassen sich fein geschnitten als Rohkost verwenden. Knete die Streifen mit etwas Salz durch und lass sie kurz stehen. Dadurch werden sie weicher und lassen sich leichter essen. Ein Dressing aus Öl, Essig oder Zitronensaft passt dazu; Apfel, Karotte oder Zwiebel ergänzen den Salat.

Ist der Kohl etwas welk, riecht aber unauffällig und hat weder Schimmel noch faulige Stellen, eignet er sich eher für ein gekochtes Gericht. Schneide ihn klein und gib ihn in eine Suppe, einen Eintopf oder eine Gemüsepfanne. Bei Kohl mit auffälligem Geruch, fauligen Stellen oder Schimmel entsorge den betroffenen Rest, statt ihn in einem Gericht zu verstecken.

Kohl, Möhren, Sellerie, Tomaten und Lauch. (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

Kohl-Kartoffel-Pfanne

Diese Pfanne eignet sich zur Verwertung von rohem Kohl. Weißkohl, Spitzkohl oder Wirsing passen gut. Du kannst auch gegarten Kohl verwenden. Gib ihn erst gegen Ende dazu, damit er nicht zerfällt.

Zutaten:

  • fein geschnittener Kohl
  • 1 Zwiebel
  • Kartoffeln, gekocht
  • 1 EL Öl
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: Schneide die Zwiebel und die Kartoffeln in Würfel. Erhitze das Öl in einer Pfanne und brate die Zwiebel kurz an. Gib den rohen Kohl dazu und gare ihn unter gelegentlichem Rühren, bis er weicher wird. Hebe die Kartoffeln unter und erhitze alles gründlich. Gib bereits gegarten Kohl erst in den letzten Minuten dazu, damit er warm wird. Schlage die Eier in die Pfanne, rühre sie unter und würze das Gericht. Serviere die Pfanne, sobald alles gar ist.

Blätter, Strünke und feste Stücke

Blumenkohl- und Brokkolistrünke sind essbar. Entferne holzige oder sehr feste Stellen, würfle den Strunk fein und gare ihn in Suppe oder Gemüsepfanne mit. Auch Blätter von Blumenkohl lassen sich verwenden. Diese Hinweise gelten nicht für jeden Kohl: Beim Grünkohl ist der Strunk beispielsweise nicht zum Mitessen geeignet.

Koche große äußere Blätter und sehr feste Endstücke für eine Gemüsebrühe aus und seihe sie anschließend ab. Kohlblätter eignen sich außerdem als Hülle für eine Füllung, etwa aus Reis, Linsen oder Hackfleisch. Verwende dafür Blätter, die sich gut ablösen und ausreichend weich garen lassen.

Kohlreste richtig lagern

Decke die Schnittfläche eines halben Kohlkopfs mit einem feuchten Tuch oder Folie ab und lege ihn ins Gemüsefach. Wie lange angeschnittener Kohl hält, hängt von der Sorte und der Lagerung ab. Prüfe den Rest vor dem Kochen auf auffällige Stellen und Gerüche.

Kühle gegarte Reste zügig ab, lagere sie abgedeckt im Kühlschrank und verbrauche sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Erhitze sie vor dem Essen gründlich. Wenn du mehr gekocht hast, als du bald essen kannst, friere die Portionen ein und beschrifte die Behälter mit Inhalt und Einfrierdatum. Bei tiefgekühlten Lebensmitteln gelten minus 18 Grad und einige Monate als allgemeine Orientierung. Das ist keine besondere Haltbarkeitsgarantie für Kohl.