Kohlsuppe lässt sich in der Regel sicher wieder aufwärmen: Kühlen Sie sie nach dem Kochen rasch ab, lagern Sie sie gekühlt und erhitzen Sie sie beim Aufwärmen mindestens zwei Minuten lang überall auf 70 °C. Ob die Suppe sicher bleibt, hängt vor allem davon ab, wie Sie sie lagern und erhitzen.
Suppe rasch abkühlen
Lassen Sie einen großen Topf nicht stundenlang auf dem Herd stehen. Füllen Sie die Suppe zum Abkühlen in mehrere flache Behälter um. So kühlt sie schneller ab. Größere Mengen sollten innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C kommen.
Decken Sie die Behälter ab und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für Kühlschränke höchstens 7 °C, besser unter 5 °C. Wenn Sie die Suppe nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen essen, frieren Sie sie ein. Die zwei bis drei Tage sind ein Richtwert für gekochte Reste. Je nach Rezept und Lagerung kann die Suppe kürzer haltbar sein.

Auf dem Herd gleichmäßig erhitzen
Erwärmen Sie die benötigte Portion in einem Topf und rühren Sie dabei um. Erhitzen Sie die Suppe an allen Stellen mindestens zwei Minuten auf mindestens 70 °C. Ein geeignetes Küchenthermometer hilft bei der Kontrolle. Ohne Thermometer sollten Sie sorgfältig umrühren und darauf achten, dass die Suppe durchgehend heiß ist.
Das BfR empfiehlt diese Temperatur und Dauer für Speisen allgemein. Die Suppe muss dafür nicht unbedingt sprudelnd kochen. Bei einer dickeren Suppe sollten Sie besonders gründlich umrühren, damit auch feste Zutaten gleichmäßig heiß werden.
In der Mikrowelle aufwärmen
Füllen Sie die Portion in ein mikrowellengeeignetes Gefäß und decken Sie es locker ab. Erwärmen Sie die Suppe in Abschnitten und rühren Sie zwischendurch gründlich um. Mikrowellen erhitzen Speisen ungleichmäßig; eine heiße Oberfläche bedeutet daher nicht, dass die gesamte Portion bereits ausreichend erhitzt ist. Halten Sie auch hier die Vorgabe von mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen ein.
Nur benötigte Portionen erhitzen
Nehmen Sie nur so viel Suppe aus dem Kühlschrank, wie Sie essen möchten. So muss der übrige Vorrat nicht wieder abkühlen und erneut erwärmt werden. Es gibt keine feste Grenze dafür, wie oft Sie die Suppe aufwärmen können. Doch bei jedem Abkühlen und erneuten Erwärmen leidet die Qualität, und die sichere Lagerung wird schwieriger.
Wenn die Suppe lange ungekühlt stand oder Sie nicht wissen, wie sie gelagert wurde, macht kräftiges Erhitzen sie nicht zuverlässig wieder sicher. Durch Erhitzen sterben die meisten Krankheitserreger ab. Manche Sporen überstehen das Kochen, und bestimmte Bakterien bilden Giftstoffe, die hitzestabil sind. Auch Geruch und Geschmack zeigen nicht zuverlässig, ob eine Speise unbedenklich ist.

Nitrat und Kohlsuppe
Für Kohlsuppe gibt es kein allgemeines Wiederaufwärmverbot. Hinweise zu Nitrat betreffen vor allem gegartes Gemüse, das unsachgemäß gelagert oder lange warmgehalten wird. Dabei kann Nitrat durch Mikroorganismen in Nitrit umgewandelt werden. Kühlen Sie Kohlsuppe deshalb nach dem Kochen zügig ab und lagern Sie sie im Kühlschrank.
Angaben zu einer Kohlsorte lassen sich nicht automatisch auf jede andere übertragen. Grünkohl ist beispielsweise nicht dasselbe wie Weißkohl oder Wirsing. Für alle Varianten gelten beim Umgang mit Resten die allgemeinen Regeln für gekochte Speisen.



