Eine zu scharfe Suppe wird milder, wenn Sie die Schärfe auf mehr Suppe verteilen: Geben Sie nach und nach ungewürzte Brühe oder passende Zutaten wie Gemüse, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte hinzu. Probieren Sie zwischendurch, damit die Suppe nicht zu dünn wird oder an Geschmack verliert.

Milchprodukte können die Schärfe beim Essen mildern, passen aber nicht zu jeder Suppe. Chili enthält Capsaicin, einen Stoff, der im Mund Schmerz und Wärme auslöst. Sahne oder längeres Kochen entfernen ihn nicht zuverlässig aus dem Topf.

Erst verdünnen

Nehmen Sie zunächst eine kleine Portion aus dem Topf und testen Sie daran, wie Brühe oder eine zusätzliche Zutat den Geschmack verändern. Passt das Ergebnis, ergänzen Sie den restlichen Topf in kleinen Schritten. Bei einer Gemüsesuppe eignen sich zusätzliches Gemüse oder Kartoffeln; in einer Bohnensuppe können weitere Bohnen die Schärfe auf mehr Inhalt verteilen.

Ungewürzte Brühe erhält mehr Geschmack als Wasser, verdünnt die Suppe aber ebenfalls. Achten Sie auf ihren Salzgehalt: Nach dem Verdünnen sollten Sie erst probieren und dann nachwürzen. Zusätzliche Zutaten verändern neben der Schärfe auch die Konsistenz. Wird die Suppe zu dick, geben Sie etwas Brühe dazu; wird sie zu dünn, können Sie sie mit passenden Zutaten wieder sämiger machen.

Tomatige Kohlsuppe mit Gemüse. (KI-Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild

Milchprodukte portionsweise testen

Ein Klecks Joghurt oder saure Sahne kann beim Servieren zu einer cremigen oder würzigen Suppe passen. Bei einer ganzen Portion im Topf ist es oft sinnvoller, das Milchprodukt erst in einer Schüssel auszuprobieren. So bleibt der Geschmack des restlichen Topfs flexibel.

Eine Untersuchung der Penn State University ergab, dass Milch das Brennen im Mund nach scharfem Essen lindern kann. Das heißt aber nicht, dass Milch das Chili in der Suppe neutralisiert. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt nicht allgemein, dass Fett eine Speise immer weniger scharf schmecken lässt. Wie stark Fett die Schärfe lindert, hängt unter anderem von der Speise und der persönlichen Wahrnehmung ab.

Süße und Säure sparsam einsetzen

Eine kleine Menge Zucker oder eine säurehaltige Zutat wie Tomate kann den Geschmack ausgleichen. Das ist ein Weg, die Suppe ausgewogener schmecken zu lassen, aber kein verlässliches Mittel gegen Capsaicin. Geben Sie solche Zutaten deshalb nur nach und nach hinzu und probieren Sie jeweils, bevor Sie mehr verwenden.

Auch Stärke, etwa aus Kartoffeln oder Nudeln, ist kein gesicherter Schärfeneutralisator. Zusätzliche stärkehaltige Zutaten helfen vor allem dann, wenn sie zur Suppe passen und die Schärfe auf mehr Inhalt verteilen.

Längeres Kochen hilft kaum

Lassen Sie die Suppe nicht in der Hoffnung länger köcheln, dass die Schärfe dadurch verschwindet. Laut BfR vermindert normales Kochen oder Lagern Capsaicinoide, also die für Chili-Schärfe verantwortlichen Stoffe, nur begrenzt. In Untersuchungen mit langem Kochen bei hohen Temperaturen wurde ein Abbau von höchstens 30 Prozent beschrieben. Langes Kochen ist also keine verlässliche Methode, um eine zu scharfe Suppe milder zu machen.

Hülsenfrüchte als Zutaten für eine sättigende Suppe. (KI-Symbolbild)
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Wie Schärfe im Mund wirkt

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erklärt Schärfe als Schmerz- und Heißwahrnehmung, nicht als eigenen Grundgeschmack. Wie intensiv eine Suppe brennt, hängt unter anderem vom Capsaicingehalt und von der persönlichen Empfindlichkeit ab. Deshalb lässt sich keine allgemeingültige Menge nennen, ab der jede Suppe als zu scharf gilt.

Die Ernährungsempfehlungen der DGE richten sich an gesunde Erwachsene und helfen bei der allgemeinen Auswahl von Lebensmitteln. Sie erklären nicht, wie man einzelne Gerichte milder macht. Das BfR bewertet mögliche gesundheitliche Risiken hoher Capsaicinmengen. Auch seine Stellungnahme ist keine Kochanleitung. Verdünnen Sie die Suppe schrittweise und probieren Sie sie nach jeder Änderung.